Äpfel

Ursprünglich stammen Äpfel aus Zentral- und Westasien. Die dort beheimateten so genannten „Holzäpfel" oder die „Wilden Äpfel" waren sehr klein und schmeckten recht herb. Im Laufe von einigen tausend Jahren verbreiteten sich weltweit Kultursorten. Die heutigen hochwertigen Sorten sind durch jahrelange Züchtungsarbeit entstanden.

Apfelproduktion in Österreich

Ca. 80 % der Apfelproduktion Österreichs entfallen auf die Steiermark. Der Apfel ist also jederzeit und ganzjährig zur Verfügung und sollte daher in keinem Haushalt fehlen.

Der Apfel ist die wichtigste heimische Obstart – jeder Österreicher isst im Durchschnitt ca. 20 kg Äpfel.

Äpfel sind das ganze Jahr über zu haben. Man unterscheidet zwischen Früh-, Herbst- und Wintersorten:

  • Wintersorten: Jonagold, Elstar, Boskop und Golden Delicious (lassen sie sich sehr gut lagern)
  • Sommeräpfel: Klarapfel, Summerred, Gravensteiner, James Grieve (sind gleich zu essen)
  • Herbstapfel: Jonathan, McIntosh (bis zum Winter lagerfähig)

Gesundheitlicher Wert des Apfels

Nicht ohne Grund war „der Baum der Erkenntnis" ein Apfelbaum, denn der Apfel hat´s in sich!

Überwiegend besteht der Apfel aus Wasser, was ihn zum idealen Durstlöscher und zum ernergiearmen Snack (Pausenfüller) für Zwischendurch macht. Trauben- u. Fruchtzucker sorgen für wichtige Energieschübe zwischendurch.

Äpfel enthalten Cellulose und Pektine, unverdauliche Faserstoffe, die durch ihre Quellwirkung die Verdauung fördern und das Sättigungsgefühl steigern. Pektine, vor allem in der Schale enthalten, binden auch Schadstoffe wie z. B. Blei. Außerdem helfen sie den Cholesterinspiegel zu senken und haben einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Kalium, Magnesium, Kupfer und Phosphor sind die wichtigsten Mineralstoffe des Apfels. Der Apfel wirkt sich deshalb positiv auf den Wasserhaushalt aus und ist als Apfelsaft gespritzt mit Mineralwasser ein optimales Elektrolytgetränk.

Der Apfel gilt aber auch als wichtige Vitaminquelle. Neben Vitamin A und solchen des B-Komplexes ist reichlich Vitamin C vorhanden. Der Gehalt an Vitamin C variiert jedoch je nach Sorte sehr stark, ein Apfel (ca. 150 g), roh verzehrt, kann je nach Sorte 12 % bis 60 % des Tagesbedarfs (100 mg für gesunde Erwachsene) an Vitamin C decken. Als Durchschnittswert werden 24 % angegeben. Unabhängig von der Sorte sind dagegen Einflussfaktoren wie Witterung, Anbaubedingungen, Erntezeitpunkt und Lagerdauer. Werden die Äpfel unreif geerntet und/oder zu lange gelagert, ist der Vitamin-C-Gehalt geringer (das ist bei Importäpfeln aus Übersee häufig der Fall, weil die Früchte oft zu früh geerntet werden).

Den erfrischenden Geschmack verdankt der Apfel den im Fruchtfleisch enthaltenen Fruchtsäuren. Sie wirken bakterizid, appetitanregend, verdauungsfördernd und unterstützen die Wirkung von Aromastoffen. Das Aroma eines Apfels wird stark geprägt durch das Zucker-Säure-Verhältnis. Aber auch die Verträglichkeit und die Eignung für bestimmte Zwecke hängen vom Gehalt dieser Inhaltsstoffe ab. Wichtig ist, dass man nicht dem häufigen Irrtum verfällt und davon ausgeht, saure Sorten seien zuckerarm. „Boskoop" ist das beste Beispiel. Dieser sauer schmeckende Apfel enthält so viel Säure, dass der gleichfalls extrem hohe Zuckergehalt überlagert wird.

Verwendung

Äpfel sind vielseitig und in vielen Variationen verwendbar. Wahrscheinlich entscheidet in erster Linie der Geschmack über die Sortenwahl. In der Küche spielt aber auch der Verwendungszweck eine Rolle. Vor der Zubereitung werden die Äpfel mit kaltem Wasser gewaschen und je nach Rezept geschält.

Die Äpfel können in Geschmack und Süßegrad eingeteilt werden: süß, süß-säuerlich und sauer. Äpfel können auch je nach Verwendungszweck eingeteilt werden: Tafeläpfel, Backäpfel (Kuchen, Brote) und Kochäpfel (Mus, Kompott, dünsten und braten).

Qualitätsbestimmend für Kochäpfel sind neben dem guten Geschmack, vor allem der optische Eindruck und die Bissfestigkeit der Apfelstücke. Zum Kochen eignen sich Golden Delicious, Idared, Jonagold, Melrose und Berlepsch.

Äpfel, die sich während des Backprozesses aufblähen und anschließend zerfallen, sind für Kuchen ungeeignet. Geeignet sind insbesondere Jonagold, Boskoop, Golden Delicious und Elstar. Damit der Apfel bei der Zubereitung seine Inhaltsstoffe nicht verliert, sollte er nicht zu lange kochen. Festes Fruchtfleisch braucht 10 bis 15 Minuten Garzeit, mürbe Äpfel sind in 5 Minuten gar. Die meisten Apfelspeisen lassen sich übrigens auch einfrieren!

Lagerung

Äpfel gehören zu den wenigen Obstsorten, die der Verbraucher fast das ganze Jahr über aus heimischen Anbau kaufen und verwenden kann. Damit die Äpfel das ganze Jahr über frisch auf den Tisch kommen, gibt es eine besondere Art der Lagerung, das CA-Lager. CA ist eine international gebräuchliche Abkürzung für „kontrollierte Atmosphäre" und besagt, dass nicht nur die Lagerluft, sondern auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgfältig kontrolliert werden. Durch Senkung des Sauerstoffgehalts und gleichzeitiger Erhöhung des Anteils an Kohlendioxid in der Lagerluft gelingt es auf völlig natürliche Weise die Atmung der Äpfel zu verlangsamen und den Stoffwechselprozess zu reduzieren. Die Äpfel bleiben frisch und knackig.

Um auch im privaten Haushalt über mehrere Monate Äpfel zu bevorraten und frisch zu halten, sind folgende Lagerungshinweise zu beachten:

  • Äpfel sollte man nicht mit anderem Obst und Gemüse lagern, da sie reichlich Ethylen (farbloses Gas) ausscheiden. Ethylen beschleunigt den Reifeprozess in anderen Früchten.
  • Am besten eignen sich für die Apfellagerung Folienbeutel mit Löchern, die in kühlen, dunklen Räumen aufbewahrt werden. Die Abgabe von Ethylen wird durch die Folie verringert.

Oder:

  • Lagern Sie Äpfel auf Holzborden oder Brettern in luftigen Räumen mit einer Temperatur von 2 – 5 °C.
  • Zubereitete Apfelspeisen oder Säfte können gut verschlossen über einen Zeitraum von 8 bis 12 Monaten eingefroren werden.
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Kürbis

Kürbis

 

 

 

Jeder von uns kennt den Kürbis in all seinen Farben und Formen, aber wussten Sie auch, dass der Kürbis botanisch gesehen eine Beere ist? Man könnte ihn demnach auch als die größte Beere der Welt bezeichnen. Was ihn außerdem so besonders macht, ist, dass er zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt gehört.

In der Steiermark, vor allem im südlichen Teil des Landes, wird der „Steirische Ölkürbis“ schon lange kultiviert (seit ca. 1750) und ist sowohl als Gemüse (Speisekürbis) als auch als Kürbiskernöl beliebt.

Aus gesundheitlicher Sicht zeichnet sich der Kürbis, in all seiner Sortenvielfalt, vor allem durch den hohen Gehalt an ß-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und ein günstiges Natrium-Kalium-Verhältnis (säureausscheidende und entwässernde Wirkung) aus. ß-Carotin wirkt stark antioxidativ. Das bedeutet, dass die Zellschädigung verhindert wird und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Atheriosklerose) vorgebeugt werden. Weiters sind der Gehalt an Eisen und Kieselsäure im Kürbis nennenswert. Eisen ist unerlässlich für den Sauerstofftransport im Blut. Kieselsäure stärkt das Bindegewebe. Kürbis als Gemüse weist, bei einem sehr geringen Fettanteil, eine hohe Nährstoffdichte auf. Das bedeutet, bei wenigen Kalorien wird dem Körper ein hoher Anteil an wichtigen Inhalts- und Vitalstoffen zugeführt.

Dass der Kürbis reif ist, erkennt man daran, dass er leicht hohl klingt, der Stiel braun und vertrocknet ist und er schwerer ist, als man aufgrund seiner Größe vermuten würde. Je nach Sorte ist er bei kühler, dunkler und trockener Lagerung einige Wochen bis Monate haltbar. Kürbisfleisch ist leicht verdaulich und gut verträglich, somit auch für die Schonkost bestens geeignet. Kürbis wird in der Küche hauptsächlich geraspelt oder gewürfelt und in gedünsteter Form als Beilage verwendet. Tipp: Probieren Sie Kürbis in Kuchen, Brot, Soßen, Suppen und Strudel mitverarbeitet.

Einen Überblick über die Sortenvielfalt finden Sie hier.

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